Vom Charivari-Käller uff d Charivari Büni

Die Serie "Anekdoten aus früheren Zeiten" geht weiter.

Es ist nicht gerade Kleinbasel-Hollywood, aber immerhin... Sie war eine lebensfrohe, quirlige Praktikantin im Marketing Nordschweiz der UBS. Dort lernte ich sie kennen. Ich war damals noch Charivari-Obmann und immer auf der Suche nach aufgestellten Helferinnen und Helfern. Sie war eine. Und sie kam.

Zusammen mit Christine (sie arbeitete auch im Marketing in derselben Abteilung) und Dominique bildete das Trio ein wildes, freudiges, manchmal etwas lautes Trio infernale, das zuerst in der Cüpli-Bar im Volkshaus-Hof, genannt VIP-Zelt, zum Einsatz kam, später im VIP-Stübli im Unionsaal und dann als unermüdliche Rasselbande in den Charivari-Keller, wo dann die Post ungebremst abging.

Stephanie Schluchter, entweder ‚d Schluchtere’ oder ‚s Schluchterli’ genannt, fiel uns immer wieder durch ihre ‚Wandlungsfähigkeit’ auf. Als das Stück «Wenn s am Mäntig sächsi lüttet» 2005 ins Programm kam, wurde ‚s Schluchterli’ erstmals als Schauspielerin getestet. Sie spielte das ‚Kiki’ in einer Werbeagentur. Und von dort an war es um Stephanie geschehen. In jeder Produktion war sie zu sehen und zu hören, ausser der etwas gewagten ‚Unterwasser-Charivari’ Ausgabe im 2007, wo der Textteil nur von einem Schauspieler bestritten wurde.




Als die Zwangspause 2010 vorbei war und das Charivari unter der Leitung des initiativen Produzenten Erik Julliard wieder auferstehen konnte, war Stephanie Schluchter wieder zugegen, wie immer mit Herzblut, Engagement und herzhafter Spielfreude. «Ich schätze den freundschaftlichen Umgang, das eingespielte Team und die einfühlsame Regie von Colette Studer.» Was sie uns auch noch anvertraut: Es sei nicht immer leicht, in der intensiven Charivari-Zeit, sich in den beiden Charivari-UBS-Welten zu bewegen, denn nach wie vor arbeitet Stephanie Schluchter in der UBS am Tellplatz. ‚S Schluchterli’ ist ein Naturtalent ohne Starallüren; sie fühlt sich unter allen Leuten wohl, wenn es nicht eingebildete Schnösel sind. Am liebsten bewegt sie sich im Kleinbasel, wo sie wohnt, nämlich auf der richtigen Rheinseite, dort, wo auch die Sonne scheint, wenn es Nebel hat...

Wir hoffen natürlich, dass sie dem Charivari bis ins hohe Alter treu bleibt...




Armin Faes, ehem. Obmann Glaibasler Charivari



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