Das Charivari ist zurück, und wie!

06. Februar 2022  |  Andreas Kurz

Das Glaibasler Charivari ist zurück und hat heute Abend das Publikum an der ausverkauften Premiere restlos begeistert. Stark inszenierte Raamestiggli, musikalische Top-Leistungen und zwei Schnitzelbänke in Hochform sorgten für eine ausgezeichnete Stimmung. Die Besucherinnen und Besucher dankten es mit frenetischem Applaus und einer stehenden Ovation am Ende einer grandiosen Schlussnummer. Für die weiteren Vorstellungen sind noch Tickets verfügbar.

Die Premiere des Charivari 2022 überzeugte auf der ganzen Linie. Wortgewandt, humorvoll und sehr musikalisch zeigte das Schauspiel-Ensemble von Beginn an eine starke Bühnenpräsenz. Bereits im Prolog wurde die Sehnsucht nach der Fasnacht förmlich spürbar. Im Raamestiggli «Was ist das?» versuchte die Kindergärtnerin mit viel Mühe, den Kindern die Fasnacht näher zu bringen, die sich nach drei Jahren kaum mehr an diese Tradition erinnern konnten. In der Szenerie der «Online-Vorstandssitzung» hat sich vermutlich manch ein Besucher wiedererkannt. Witzig und sprachgewandt setzte sich das Ensemble im Stück «Y oder I» mit den Tücken der Baseldeutschen Schreibweise auseinander. Gleich danach zeigten die sympathischen Knaschtbrüeder, dass die alemannische Sprache nicht so weit vom Basler Dialekt entfernt ist und mit ähnlichen Herausforderungen zu kämpfen hat. Herzhaft lachen konnten die Besucher im Raamestiggli «Kabyyne B». Die Nummer spielt vermeintlich in einem Impfzentrum und zeigt viele Parallelen. Der Regisseur Lucien Stöcklin zeigte sich nach der Premiere hoch erfreut: «Das Ensemble konnte es kaum erwarten, endlich wieder auf der Charivari-Bühne zu stehen. Der Start ist uns geglückt, wir konnten das Publikum begeistern».

Cliquen, Guggen, Schnitzelbänke

Schlicht grossartig war die rockige Darbietung der Pfyffergrubbe Schäärede mit «I’m Gonna Be (500 Miles)» und ihren Tanzeinlagen auf der Bar. Fantastisch war auch der Aufritt der Drummelgrubbe Top Secret, die für ihre Präzision, ihre Virtuosität und ihr neues Stück «007» zurecht grossen Applaus ernteten. Die Fasnachtzunft Ryburg war mit «Speed» unterwegs und stellte einmal mehr unter Beweis, dass sie zu den Besten ihrer Gilde gehören. Die beiden Guggenmusiken unterschieden sich durch unvergleichbare Aufführungen – beide auf ihre Art einzigartig. Den Anfang machte ein wunderbares «Guggemedley», vorgetragen von der imposanten Schotte Clique 1947 Basel. Mit einer effektvollen Feuershow und «Best of Soundtracks» liessen es im zweiten Teil die HUNNE Basel krachen. Gewohnt dynamisch repräsentierte die Fasnachtsgesellschaft Seibi 1933 Basel die traditionelle Fasnachtsmusik. Stark und pointiert präsentierte sich der erste Schnitzelbank, s Rollaator Röösli mit seinem Enkel Ruedi. Souverän und treffsicher glänzte auch der zweite Bank, d Gwäagi. Besonders ihr Langvers zum Thema «Gendergerechtigkeit*:innen» löste beim Publikum tosenden Beifall aus. Die Schlussnummer war wirklich «e Draum» und liess sämtliche Fasnachtsherzen höherschlagen. Das Ensemble brachte, zusammen mit den Schäärede, den Schotte, der Seibi und der Charivari-Rockband, den Saal zum Kochen. Mit dem mitreissenden und gleichzeitig berührenden Finale haben wir ein wahres Meisterwerk vollbracht, dass den Traum von der nächsten Fasnacht am Leben hält.

«Wir sind zurück auf der Vorfasnachtsbühne und dafür sind wir unglaublich dankbar», sagte der Obmann Walter F. Studer im Anschluss an den gelungenen Auftakt. Und der Programmchef Erik Julliard doppelte gleich nach: «Wir wurden für unseren Durchhaltewillen belohnt. Die Mitwirkenden durften heute Abend grossen Applaus als Lohn für ihre herausragenden Leistungen entgegennehmen. Das macht mich überglücklich».

Das Programm

Weitere Videobeiträge

Kontakt

Glaibasler Charivari, Glockengasse 4, 4001 Basel | +41 61 266 1000 | Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Charivari Logo